Positionierung und Controlling in Fitness- und Gesundheitsunternehmen (Teil 2)

Positionierung und Controlling in Fitness- und Gesundheitsunternehmen (Teil 2)

Der erste Teil dieser Beitragsreihe beschäftigte sich mit der Produktlebenszyklusanalyse, welche zunächst erst einmal dazu dient, herauszufinden welche Produkte und Leistungen im eigenen Betrieb nachgefragt sind und welche aus dem Produktportfolio entfernt werden müssen. Der zweite Teil stellt die SWOT-Analyse vor, die es ermöglichen soll Ihr Unternehmen auf Ihre Stärken und die Chancen im Markt auszurichten. Wenn Sie ein Produktportfolio vorweisen können, welches nicht nur nachgefragt ist, sondern sich auch von dem Ihrer Mitbewerber unterscheidet, nimmt der Kampf um Marktanteile völlig neue Dimensionen an, weil Sie der Herausforderung auf einer anderen Ebene begegnen können – auf einer Ebene, die Ihren Stärken entspricht.

Aufbau eines geeigneten Controllingsystems – SWOT-Analyse

Wenn Sie die Produktlebenszyklusanalyse aus dem ersten Teil dieser Beitragsreihe umgesetzt haben, sollte nun bekannt sein, welche Produkte oder Leistungen die Performance Ihres Unternehmens schwächen. An dieser Stelle muss die Unternehmensführung eine Entscheidung darüber treffen, ob das Produkt aus dem Produktportfolio entfernt werden soll oder nicht. Unter Umständen verkörpert das Produkt ein Geschäftsfeld, welches nicht unbedingt rentabel funktioniert, aber für die Erstellung anderer Produkte und Leistungen eine wesentliche Rolle spielt. Aus diesem Grund sollte die Produktlebenszyklusanalyse in gewisser Hinsicht differenziert betrachtet werden. Unter Umständen ist nach dem Austritt einiger Produkte nun das Produktportfolio zu klein, weshalb weitere Produkte aufgenommen werden müssen. Es empfiehlt sich bei der Auswahl dieser Produkte die derzeitige Wettbewerbssituation und die Marktwachstumschancen eines Produktes zu berücksichtigen. Dabei kann eine SWOT-Analyse eine besondere Hilfe sein. In ihr werden sämtliche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken vom eigenen Unternehmen aber auch vom Wettbewerb aufgelistet. Mit diesen Informationen ist es dann möglich, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, die sich in diesem Fall auf die Auswahl des richtigen Produktangebotes beziehen. Es empfiehlt sich ein Angebot zu schaffen, was sich entweder ganz und gar vom Angebot des Wettbewerbs unterscheidet (Differenzierungsstrategie) oder zumindest qualitativ wesentlich hochwertiger ist (Qualitätsführerschaftsstrategie), um dem Endverbraucher einen Mehrwert im Gegensatz zum Mitbewerber zu signalisieren. Es ist wichtig dabei die Ressourcen richtig einzuschätzen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Abbildung 2: Strukturaufbau einer SWOT-Analyse (microtech GmbH, 2017)

Aus der Abbildung 2 ist zu erkennen, dass in der oberen Zeile die Chancen und Risiken, die der Markt bietet, eingetragen werden, während in der linken Spalte die Stärken und Schwächen des Unternehmens eingetragen werden. Innerhalb der weißen Kästchen werden die Strategien, die sich daraus ergeben schriftlich festgehalten. Die SWOT-Analyse ist vielseitig einsetzbar. Mit ihr können die verschiedensten Strategien entwickelt werden. In diesem konkreten Fall geht es darum ein geeignetes Produkt für das Leistungsportfolio auszuwählen und dieses in die Betriebsprozesse mit einzubinden. Gerne können Sie mich kontaktieren, wenn Sie mehr über dieses Analyseinstrument in Erfahrung bringen möchten.

Literatur:

Baus, J. (2003). Controlling. Lehr- und Arbeitsbuch für die Fort- und Weiterbildung (3. Ausg.). (K. Birker, Hrsg.) Berlin: Cornelsen Verlag.

Kotler, P., Keller, K., & Bliemel, F. (2007). Marketing-Management: Strategien für wertschaffendes Handeln. München: Pearson Studium.

microtech GmbH. (09. März 2017). SWOT-Analyse: Alle wichtigen Informationen. Abgerufen am 18. Juli 2017 von microtech-Website: https://www.microtech.de/erp-wiki/swot-analyse/

Daniel Diemar, M.A.
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